DE-Öko-006

Urkunde 250

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 Tiergerechtigkeit: Auslauf statt Käfig

In einem mit Sitzstangen und Sandbad ausgestatteten Biolegehennenstall werden maximal 3.000 Legehennen gehalten. Zudem ist ein überdachter Auslauf (Wintergarten oder Außenklimabereich), den die Hennen ganzjährig - auch bei Schnee und Regen - nutzen können, bei Bioland Standard. In Stallnähe werden häufig Rindenmulch oder Holzhackschnitzel ausgeschüttet und regelmäßig ausgetauscht, damit der Boden dort nicht überstrapaziert und übermäßig mit Nährstoffen belastet wird. Anschließend werden Rindenmulch und Hackschnitzel auf den Feldern als Dünger ausgebracht.

Im Grünauslauf bieten Bäume und Sträucher Schatten und Sichtschutz vor Feinden. Sie motivieren die Tiere, den gesamten Auslauf möglichst gleichmäßig zu nutzen. Dadurch verteilt sich mit dem Kot anfallendes Nitrat besser auf die gesamte Fläche und kann von den Pflanzen als Nährstoff aufgenommen werden. Das Grundwasser wird deutlich weniger mit Nitrat belastet. Bei abwechselnder Nutzung mehrerer Ausläufe - häufig weit mehr als die geforderten 4 m2; Auslauffläche pro Henne - können sich die Flächen immer wieder regenerieren.

Unser Eiererzeuger Adalbert Wolf liegt glücklicherweise nur in 3km Luftlinie von uns weg.

Er produziert erst seit 2007 in diesem neu errichteten Stallgebäude

im freien Gelände zwischen Maihingen und Birkhausen, direkt neben dem

Fahrradweg "Romantische Straße" von Würzburg nach Füssen.

Der Stall wurde nach den strengen Auflagen der Bioland-Richtlinien konzipiert, wobei

jedes Tier genug Platz und Lebensraum hat inclusive Freigelände von gut 2 Hektar.

  Kann man Bio-Eiern noch trauen?

 Billig und Bio + Tierschutz passen nicht zusammen. Diese Großstrukturen nutzen auch Bio für ihre Geschäfte. Wenn sich der Verdacht erhärtet, zeigt sich wieder einmal, dass der Verbraucher der industriellen Tierhaltung nicht trauen kann.

 Was empfehlen wir denn dem Verbraucher?
Dass er genau hinschaut, von welchen Betrieben seine Eier kommen.
Kauft er Bioland- oder Demeter-Eier, so kann er sicher sein, dass diese Eier von heimischen bäuerlichen

Biobetrieben stammen. Am besten Verbraucher kaufen bei einem Bioland-Betrieb vor Ort, den sie kennen
 und bei dem sie sich ein Bild von Haltung und Anbau machen können.

  Sind die Kontrollen denn sicher?
Die Biokontrollen sind die strengsten im Lebensmittelbereich. Größere Geflügelbetriebe werden
viermal pro Jahr kontrolliert. Vor systematischem Betrug, um immer billiger anbieten zu können,
schützt aber auch keine Biokontrolle.
Daher müssen die Verantwortlichen hart bestraft werden,
um ausreichend Abschreckung bei potentiellen Betrügern zu erreichen.