Der Apfelschorf ist die Hauptpilzkrankheit
 im Obstbau, gegen die es keine natürlichen
 Mittel gibt.
 Daher müssen konventionelle Obstplantagen
 so oft mit chemischen Spritzmitteln
 behandelt werden.
 Aus dem Munde von Südtirol- und
 Bodensee-Urlaubern hört man darüber
 immer wieder schlimme Schilderungen.

 Es waren vor allem osteuropäische Institute,
 die die Züchtungsarbeiten durchführten.
 So konnte im Zeitraum von 1985 bis 1991
 die Pillnitzer Obstzüchtung  11 Apfelsorten
 finden, von denen sich einige international
 durchsetzten, wie Pinova, Piros u. Pilot.

 Am Prager Institut für experimentelle
 Botanik leistete Prof. Tupy wichtige Züchter-
 arbeit.
 1984 wurde hier die wohl bedeutenste Sorte
 Topaz gezüchtet.
Dabei wurden die Sorten Rubin (Mutter)
 und Vanda (Vater) gekreuzt, und zwar in
 einer ganz normalen Keuzungszüchtung.
 Das heißt: die Apfelblüten von “Vater” und
 “Mutter” wurden von Hand bestäubt und die
 daraus entstehenden Kerne ausgesät.
 Die Schorfresistenz konnte  von den alten
 Apfelsorten auf  diese Neuzüchtung über-
 tragen werden.
 Bei internationalen Apfelverkostungen
 belegte Topaz immer einen der ersten
 Plätze.

 T o p a z
Topaz hat einen süßsäuerlichen würzigen
 Geschmack.
 Die Deckfarbe ist rot auf grüngelbem bis  
 gelbgrünem Grund.
 Das Fruchtfleisch ist goldgelb und saftig.
 Im Naturlager hält sich der Apfel bis ins
 Frühjahr

Unser Obstanbau:
 Im Jahre 1996 begannen wir  ein 2ha großes
  Grundstück zu einer Obstplantage anzu-
  legen.
  Neben Beerenobst wie Himbeeren und
  Johannisbeeren wurden Birnbäume und ca
  2000 Äpfelbäume gepflanzt.
  Den Hauptanteil bestreitet dabei die Sorte
  Topaz, aufgrund der oben genannten
  herausragenden Eigenschaften.
  Weitere Lagersorten sind Pinova, Goldrush
  (beides Kreuzungen mit Gold.Delicious),
  Florina, Karmina u. Lotos.
  Ab August gibt es Nela, Böhmer Cox,
  Rubinola, Melodie und Elstar.
 

Äpfel aus ökologischer Landwirtschaft schonen die Umwelt und bilden mehr Süße. Dies haben amerikanische Forscher in einer fünfjährigen Studie nachgewiesen. Die Wissenschaftler verglichen den organischen Landbau mit konventionellen Betrieben und integrierten Anbausystemen, in denen deutlich weniger Chemie eingesetzt wird. In der Studie berücksichtigt wurden die Qualität des Bodens, die gärtnerische Leistung sowie Rentabilität und Energieverbrauch.

In Sachen Umweltschutz erzielte der organische Landbau erwartungsgemäß die besten Resultate. Die Umweltfolgen wurden mit einem Index bewertet, der auch in der Beurteilung von Pestiziden und Chemikalien Anwendung findet. Je höher der Index ausfällt, um so größer ist der Schaden. Demnach liegt der konventionelle Anbau beim 6,2fachen Wert des ökologischen Anbaus. Das integrierte System liegt bei einem 4,7fachen Wert.

Allerdings mussten sich Ökobauern im Vergleich mit einer um 50 Prozent geringeren Ernte zufrieden geben. Dafür schmecken ihre Produkte am besten, wie unbeteiligte Testesser den Forschern bestätigten. Die Öko-Äpfel wurden als überdurchschnittlich süß und schmackhaft beurteilt. Die Forscher ermittelten, dass in den Öko-Äpfeln das Verhältnis von Zucker zu Säure am günstigsten ausfiel. Derartige Produkte erreichen nach Meinung der Forscher höhere Preise und bringen die Bauern eher in die Gewinnzone. (Quelle: www.morgenwelt.de <http://www.morgenwelt.de>)
 

Mit zunehmender Bedeutung von umwelt-
 verträglichen Produktionsverfahren im Obstbau, ist das Interesse an Sorten mit Resistenzeigenschaften, besonders gegen den
 Apfelschorf, in den letzten Jahren stark
 gestiegen.